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12. Wissenschaftstagung ökologischer Landbau
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
5. bis 8. März 2013

 

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Programm

Workshops

(Die Workshops finden am Donnerstag Nachmittag (22. März 2007) statt.

Workshop 1:
Wissenstransfer im ökologischen Gemüsebau - Ergebnisse und Zukunft des Netzwerkes "Forschung im ökologischen Gemüsebau"

Workshop 2:
Praktische Methoden der betriebswirtschaftlichen Bewertung von Öko-Betrieben bzw. Betriebszweigen (Betriebsvergleich und Betriebszweigauswertung)

Workshop 3:
Praktische Methoden der betriebswirtschaftlichen Bewertung von Öko-Betrieben bzw. Betriebszweigen (Schwein und Geflügel)

Workshop 4:
Diskussion von Schwellenwerten bei wichtigen samenbürtigen Krankheiten

Workshop 5:
Studium und Berufsfeld Ökolandbau - Berichte von unterschiedlichen Studienorten

Workshop 6:
Bedeutung von Krankheiten und Schaderregern im ökologischen Kartoffelanbau - sind Pflanzenschutzmaßnahmen zur Qualitätssicherung notwendig?

Workshop 7:
Möglichkeiten und Grenzen der Regulierungsmaßnahmen von Insekten im Ökologischen Landbau

Workshop 8:
Der Möhre einen Namen geben: Sortenvermarktung von Gemüse - ein innovatives Konzept auf der Grundlage eines erweiterten Qualitätsbegriffs
Hier finden Sie das Protokoll des Workshops als pdf-Version.

Workshop 9:
Chancen und Risiken des ökologischen Winterraps

Workshop 10:
Phosphor - Strategien für den Ökologischen Landbau

Workshop 11:
Arbeitspferde in der heutigen Landwirtschaft

Workshop 12:
Welche ganzheitliche Forschung braucht der Ökolandbau?

Workshop 13:
Lokalisieren statt Globalisieren

Workshop 14:
Humusbilanzierung im ökologischen Landbau

Workshop 15:
Organic Agriculture in developing countries – can Organic Agriculture contribute to achieving the Millennium Development Goals (MDG)

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Workshop 1:
Wissenstransfer im ökologischen Gemüsebau - Ergebnisse und Zukunft des BÖL-Projektes "Netzwerk im ökologischen Gemüsebau"

Ausrichter: Bettina Billmann (FibL Schweiz), Prof. Dr. Eckhard George (IGZ Grossbeeren & Erfurt), Birgit Rascher (Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg), Rudolf Regnat (Fördergemeinschaft Ökologische Gartenbauberatung), Dr. Hans-Jürgen Reents (TU München Weihenstephan), Dietrich Vogelsang (Gärtnerei Ulenburg)

Moderation: Bettina Billmann (FibL Schweiz), Dr. Hans-Jürgen Reents (TU München Weihenstephan)

maximale Teilnehmerzahl: unbegrenzt

Dauer: 2,5 h

Zielgruppe: Alle interessierten Personen aus Forschung, Beratung, Praxis, Verbänden und Verwaltung im In- und Ausland

Zusammenfassung:
Im März 2007 endet die erste Projektphase des BÖL -Projektes 'Netzwerk im ökologischen Gemüsebau', eine Weiterführung um zwei Jahre wurde beantragt. Auf dem Workshop werden zunächst das Projekt und einige Ergebnisse der 1. Projektphase vorgestellt:Handbuch Versuchsanstellung im ökologischen Gemüsebau

Darauf aufbauend sollen u.a. folgende Themen diskutiert werden:

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Workshop 2 und 3:
Praktische Methoden der betriebswirtschaftlichen Bewertung von Öko-Betrieben bzw. Betriebszweigen

Ausrichter: Rainer Löser (Stiftung Ökologie und Landbau)

Moderation Workshop 2: Arbeitskreis Betriebsvergleich: W. Dreyer (SÖL - Beraternetzwerk), Arbeitskreis Betriebszweigauswertung Milch: C. Trütken (SÖL - Beraternetzwerk)
Moderation Workshop 3: Arbeitskreis Schwein: R. Löser (SÖL - Beraternetzwerk), Arbeitskreis Geflügel: F. Deerberg (SÖL - Beraternetzwerk)

maximale Teilnehmerzahl: je Workshop 15

Dauer: je Arbeitskreis 1,5 h

Ablauf:
Der Workshop umfasst vier Bausteine, von denen jeweils zwei geblockt werden (die Arbeitskreise Betriebsvergleich und Betriebszweigauswertung Milch als Workshop 2, sowie die Arbeitskreise Geflügel und Schwein als Workshop 3). Diese werden jeweils nacheinander statt finden, die Workshopteile 2 und 3 dementsprechend parallel, so dass sich die Teilnehmer zwischen den beiden Strängen entscheiden müssen.

Zielgruppe:
Junge Wissenschaftler und Studenten mit praxisbezogener betriebswirtschaftlicher Neugierde, Berater, Landwirte
(Die BZA-Werkzeuge sind grundsätzlich für jedermann ab Herbst 2006 kostenlos nutzbar!)

Zusammenfassung:
Die vier Arbeitskreise (AK Betriebsvergleich, AK Betriebszweigauswertung Milch, AK Schwein und AK Geflügel) des Berater-Praxis-Netzwerkes (BÖL-Projekt F & E 03OE495) stellen parallel die Arbeitskreise, deren Methodik und Ergebnisse der letzten Auswertungsjahre dar. Jeweils ein Fallbeispiel wird mit den Teilnehmern anhand der Daten analysiert und ein Maßnahmenplan entwickelt.

Bitte entnehmen Sie dem folgenden Link weitere Infos:
http://www.soel.de/projekte/berater_praxis_netzwerk.html

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Workshop 4:
Diskussion von Schwellenwerten bei wichtigen samenbürtigen Krankheiten

Ausrichter und Moderation: Dr. Klaus-Peter Wilbois (FiBL Deutschland e.V.)

Kurzpräsentationen:
Dr. Franziska Waldow (BBA Kleinmachnow - Institut für Integrierten Pflanzenschutz)
Werner Vogt-Kaute (Naturland, Gräfelfing)
Dr. Marga Jahn (BBA Kleinmachnow - Institut für Integrierten Pflanzenschutz)
Dr. Hartmut Spieß (Institut für biologisch-dynamische Forschung, Darmstadt)

maximale Teilnehmerzahl: 50

Dauer: 3 h

Zielgruppe:
Als Teilnehmer sollen interessierte Forscher, Berater und praktische Landwirte und Gärtner gleichermaßen angesprochen werden.

Ziel:
Schwellenwerte für samenbürtige Krankheiten sollen anhand neuerer Erkenntnisse überprüft und einer Diskussion unter Experten zugeführt werden.

Zusammenfassung:
Im Einklang mit der EG-Öko-Verordnung wird im Öko-Landbau Öko-Saatgut eingesetzt soweit dies am Markt verfügbar ist. Bei Kulturen, für die ökologisch produziertes Saatgut nicht in ausreichender Auswahl und Menge zur Verfügung steht, kommt unbehandeltes nicht ökologisch produziertes Saatgut zum Einsatz. Beim Einsatz von ökologischem bzw. unbehandeltem nicht-ökologisch produzierten Vermehrungsmaterial spielt die Gesundheit des Saatgutes eine herausragende Rolle. Entsprechend wichtig sind Schwellenwerte für einen tolerierbaren Befall des Saatgutes mit Schaderregern. Derartige Schwellenwerte sind in Deutschland nicht gesetzlich verankert. Auf privatrechtlicher Ebene werden jedoch Tests bei Öko-Saatgut auf Sporenbesatz und Triebkraft vor der Abgabe an Landwirte durchgeführt. Die dabei angelegten Schwellenwerte sollen anhand neuerer Erkenntnisse überprüft und einer Diskussion unter Experten zugeführt werden.

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Workshop 5:
Studium und Berufsfeld Ökolandbau - Berichte aus unterschiedlichen Studienorten

Ausrichter:
Studiengangskoordinatoren:
Holger Mittelstraß (Universität Kassel, Ökologische Agrarwissenschaften)
Ralf Bloch (FH-Eberswalde, Ökolandbau und Vermarktung)
Dr. Sabine Zikeli (Universität Hohenheim, Ökolandbau und Verbraucherschutz)

Moderation: Ralf Bloch (Fachhochschule Eberswalde )

maximale Teilnehmerzahl: 20

Dauer: 2 h

Zielgruppe:
Dozenten und Studierende ökologischer Agrarstudiengänge.

Ablauf:
Impulsreferate von Vertretern der Studienorte mit ökologischen Agrarstudiengängen mit anschließender Diskussion.

Zusammenfassung:
Ebenso wie die Bio-Branche hat sich auch die Hochschulausbildung im Ökolandbau in den letzten Jahren stark verändert. Die Anzahl der Studienangebote ist größer aber auch vielfältiger geworden. Hinzu kommt das neue konsekutive Studienmodell mit Bachelor- und Masterabschlüssen, das den Studierenden eine größere Flexibilität bei der Studienwahl einräumt.

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Workshop 6:
Bedeutung von Krankheiten und Schaderregern im ökologischen Kartoffelanbau - Sind Pflanzenschutzmaßnahmen zur Qualitätssicherung notwendig?

Ausrichter:Dr. Marianne Benker (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising)

Moderation:
Dr. Herwart Böhm (Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Trenthorst)
Dr. Klaus Wiesinger (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising)

maximale Teilnehmerzahl: 50

Dauer: 3 h

Zielgruppe: Praktiker, Berater, Wissenschaftler

Ablauf:
Kurzreferate aus Wissenschaft und Praxis mit anschließender Diskussion

Zielsetzung und Zusammenfassung:
Pflanzenschutzmaßnahmen spielen auch im ökologischen Kartoffelanbau eine wichtige Rolle. Unter bestimmten Witterungs- und Anbaubedingungen können Krankheiten wie z.B. Kraut- und Knollenfäule, Rhizoctonia solani und Erwinia-Nassfäule, oder Schadpathogene wie z.B. Blattläuse und Kartoffelkäfer, zu hohen Ertrags- und Qualitätsverlusten führen. Wie ist die Bedeutung der einzelnen Krankheiten und Schädlingen im ökologischen Kartoffelanbau? Sind diese Krankheiten und Erreger wirklich ertrags- und qualitätsbeeinflussend? Sind Pflanzenschutzmaßnahmen immer notwendig? Welche Alternativen gibt es? Wo ist durch Forschung eine aussichtsreiche Lösung denkbar?

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Workshop 7:
Möglichkeiten und Grenzen der Regulierungsmaßnahmen von Insekten im Ökologischen Landbau

Ausrichter und Moderation: PD Dr. Stefan Kühne (BBA Kleinmachnow), Dr. Helmut Saucke (Universität Kassel-Witzenhausen)

maximale Teilnehmerzahl: 40

Dauer: 3h

Zusammenfassung:
Die Entwicklung von Pflanzenschutzkonzepten für den ökologischen Ackerbau zur Begrenzung von Ernteverlusten durch Schadinsekten schließt vorbeugende und direkte physikalische, biologische und chemische Abwehrmaßnahmen ein.
In diesem Workshop sollen neue Möglichkeiten der Insektenabwehr diskutiert und vorgestellt werden.
Dazu zählen auch verschiedene insektizide Wirkstoffe deren Eignung für den Ökologischen Landbau diskutiert werden soll wie z. B. Spinosad oder Kaolin.
Desweiteren soll die Selbstherstellung von Insektiziden entsprechend der Liste nach § 6a Pflanzenschutzgesetz diskutiert werden. Zur Zeit gibt es keine Informationen darüber wie die Stoffe als Pflanzenschutzmittel formuliert werden müssen um wirksam angewendet werden zu können. Auch fehlen oftmals Hinweise in welchen Kulturen und gegen welche Schädlinge die Mittel wirken.
Darüber hinaus bietet der Workshop die Möglichkeit neue physikalische und biologische Maßnahmen der Insektenkontrolle im Vorratsschutz zu diskutieren.

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Workshop 8:
Der Möhre einen Namen geben: Sortenvermarktung von Gemüse - ein innovatives Konzept auf der Grundlage eines erweiterten Qualitätsbegriffs

Ausrichter und Moderation: Petra Boie (Bingenheimer Saatgut AG – Ökologische Saaten, Bingenheim), Michael Fleck (Kultursaat e.V., Echzell Bingenheim)

Kurzpräsentationen:
Julian Jacobs, Betriebsleiter Obergrashof (Demeter- Gemüsebaubetrieb, 50 ha) und Züchter bei Kultursaat e.V.,
Olaf Lorenzen, Gemüseeinkauf Naturkostgroßhandel „Handelskontor Willmann“
N.N., Bundesverband Naturkost Naturwaren
N.N., Firma Voelkel
Daniela Klein, Institut für Organischen Landbau, Universität Bonn

maximale Teilnehmerzahl: 30

Dauer: 2 h

Zielgruppe:
Akteure aus den Bereichen Marketing, Handel und Pflanzenbau sowie Entscheidungsträger aus Politik und Verbänden

Zusammenfassung:
Nicht zuletzt das FIBL-Dossier „Pflanzenzüchtung“ unterstützt die seit langem vorgebrachte These der biologisch-dynamischen Gemüsezüchter, dass die Methoden der konventionellen Pflanzenzüchtung sich immer weiter von den Praktiken entfernen, die für den ökologischen und biologisch-dynamischen Landbau geeignet scheinen. Die Kritik bezieht sich sowohl auf die angewandten Techniken als auch auf die Reduktion der Sorten auf ein bloßes Wirtschaftsgut. Unter dem Dach des Vereins Kultursaat werden Gemüsesorten entwickelt, die in qualitativer, sozio-ökonomischer und ethischer Hinsicht den Prinzipien des Ökologischen Landbaus entsprechen (z.B. Participatory Plant Breeding). Da die o.a. Lage sich mit zunehmender Ausbreitung der Gentechnik verschärft, bei allen Marktakteuren nur ein vages Wissen über Pflanzenzüchtung vorhanden ist und gleichzeitig bei den Verbrauchern der Wunsch nach Alternativen wächst, wurde im Rahmen eines Projektes versucht, eine Kommunikations-Strategie zu entwickeln. Ergebnis ist das im Rahmen dieses Workshops vorzustellende Konzept der Sortenvermarktung biologisch-dynamischer Züchtungen. Nicht zuletzt durch den großflächigen Einstieg des Lebensmitteleinzelhandels in die Vermarktung von Ökoprodukten besteht für die Naturkostbranche die Notwendigkeit einer klaren Positionierung im Sinne einer Qualitätsführerschaft; in diesem Kontext erlangt das Konzept verstärkte Aufmerksamkeit.

Aus Sicht der Vortragenden der Kurzpräsentationen, die einen Querschnitt der gesamten Wertschöpfungskette repräsentieren, wird das Konzept und seine Möglichkeiten nach ca. 3 Jahren Anwendung in der Praxis vorgestellt und diskutiert. Dabei werden Aspekte aus Züchtung, Anbau, Handel, Verarbeitung und die Vorstellungen der Verbraucher von Ökogemüse berücksichtigt.
Schlüsselfragen:

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Workshop 9:
Chancen und Risiken des ökologischen Winterraps

Dieser Workshop muss aus organisatorischen Gründen leider abgesagt werden.

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Workshop 10:
Phosphor - Strategien für den Ökologischen Landbau

Ausrichter und Moderation: Prof. Dr. Torsten Müller (Universität Hohenheim)

Kurzpräsentationen:
Bei Interesse an einem Beitrag melden Sie sich bitte bei:
Prof. Dr.Torsten Müller
Institut für Pflanzenernährung
Universität Hohenheim
Fruwirthstr. 20
70593 Stuttgart
Tel.: 0711 459 22345
Fax: 0711 459 23295
Email: tmuller@uni-hohenheim.de

maximale Teilnehmerzahl: 30

Dauer:

Ziel:
Ziel vom Workshop ist es zunächst Phosphorbilanzen und Phosphorverfügbarkeit in ökologischen Betrieben zu analysieren. Im zweiten Teil des Workshops sollen Strategien zur Verbesserung der Phosphorversorgung im ökologischen Landbau diskutiert werden.

Zusammenfassung:
Altes Thomasphosphat aus der Stahlindustrie ist nicht mehr verfügbar und eine zunehmend viehlose Wirtschaftsweise, auch im ökologischen Landbau, bedingt eine Abnahme von verfügbarem Bodenphosphat. Zur Phosphatversorgung werden im ökologischen Landbau weicherdige Rohphosphate gedüngt. Die Wirkung von Rohphosphat auf die Pflanzenverfügbarkeit ist aber aufgrund der nicht vorhandenen Wasserlöslichkeit auf Böden mit pH-Werten > 6 relativ gering.

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Workshop 11:
Arbeitspferde in der heutigen Landwirtschaft

Ausrichter: Klaus Strüber (Projektleiter „Humusphäre“, Hof Hollergraben GbR , Schönwalde)

Moderation: Klaus Strüber, Bernd Scholl (Projektmitarbeiter "Humusphäre")

maximale Teilnehmerzahl: 30

Dauer: 3h

Zielgruppe: Theoretiker und Praktiker, die an der Arbeit mit Pferden interessiert sind.

Zusammenfassung:
In der Diskussion um nachwachsende Rohstoffe und die Deckung der benötigten Zugkraftenergie für landwirtschaftliche Betriebe spielt der Einsatz von Arbeitspferden derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Im März 2005 wurde das Projekt „Humussphäre“ initiiert, in dem ein landwirtschaftlicher Betrieb mit einer Größe von 24 ha Pferde einsetzt, mit dem Ziel in einem Zeitraum von 5 bis 10 Jahren möglichst alle Arbeiten mit Pferden zu erledigen. Relevante Daten zu den Bereichen Leistung, Rentabilität, Energieeffizienz, Boden und gesellschaftliche Auswirkungen werden dabei erhoben. Die Berichte werden jährlich veröffentlicht. Dieses weltweit einmalige Projekt basiert auf drei Grundgedanken:

  1. Energie
    Pferde können zu einem großen Teil von Grünland ernährt werden, während die meisten Energiepflanzen Ackerland beanspruchen. Darüber hinaus produziert das Pferd Wirtschaftsdünger, der zum Aufbau der Bodengare beiträgt.
    Folgende Fragen bzgl. Energie sollen im Workshop erörtert werden:
  1. Rentabilität
    Obwohl Pferde oft geringere Leistungen als Schlepper erzielen, ist ihr Einsatz in Betrieben bis ca. 60 ha möglicherweise rentabel. Der Grund dafür findet sich in den geringeren Maschineninvestitionen und in finanziellen Erlösen durch Tierverkäufe aus eigener Zucht.
    Folgende Fragen bzgl. Rentabilität sollen im Workshop erörtert werden:
  1. Boden
    In Europa sind über 30 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche irreparabel verdichtet, die Gründe dafür sind u.a. das Befahren der Flächen mit schweren Landmaschinen. Pferde verursachen keine Druckschädigung des Bodens
    Folgende Fragen bzgl. Boden sollen im Workshop erörtert werden:

Durch o.g. Aspekte erlangt das Arbeitspferd eine diskussionswürdige Aktualität, nachdem es in den 1960er Jahren nahezu ganz aus der Landwirtschaft verdrängt wurde.

Dieser Workshop wird unterstützt von der Interessensgemeinschaft Zugpferde e.V.

Bitte entnehmen Sie den folgenden Links weitere Infos:
www.hof-hollergraben.de und www.buntes-gemuese.de

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Workshop 12:
Welche ganzheitliche Forschung braucht der Ökolandbau?

Ausrichter: Dr. Florian Leiber (Goetheanum, Dornach, Schweiz)

Moderation: Nikolai Fuchs (Goetheanum, Dornach, Schweiz)

Kurzpräsentationen:
Anet Spengler (FibL Schweiz)
Christine Arncken (FibL Schweiz)
Florian Leiber (Goetheanum, Dornach, Schweiz)
angefragt:
Ton Baars (Witzenhausen) und Prof. Engelhard Boehncke

maximale Teilnehmerzahl: 30

Dauer: 3 h

Zielgruppe: WissenschaftlerInnen, die am philosophischen und methodischen Hintergrund der Wissenschaft interessiert sind

Zusammenfassung:
Der ökologische Landbau geht im Ansatz von einer ganzheitlichen Sichtweise auf die landwirtschaftlichen Kontexte aus. In erster Linie ist damit die Integration der landwirtschaftlichen Praxis in ökologische Gesamtzusammenhänge gemeint, in zweiter Linie wird auch auf ethische, soziale und ökonomische Ganzheiten Rücksicht genommen. Die Rücksichtnahme ist der erste Schritt, die aktive und bewusste Gestaltung dieser Kontexte ein wesentlicher zweiter. Diese Ausrichtung ist in der Praxis zu finden, sie geht zurück auf die verschiedenen inhaltlichen Begründungen, aus denen der Ökolandbau entstanden ist und sie hat sich bis in die Richtlinien, z.B. die derzeitigen Principles von IFOAM, niedergeschlagen. In der Wissenschaft, welche auf einem ganz eigenen Feld, nämlich dem akademischen, ihre Anerkennung immer neu erwerben muss, wird stark angeknüpft an moderne wissenschaftliche Methoden, welche sehr häufig einen analytischen, Ganzheiten in Teileinheiten auftrennenden Weg gehen.
Ein zweites wesentliches Charakteristikum der zeitgenössischen Forschungsmethoden ist die Standardisierung. Es lässt sich zeigen, dass eine solche Methodik dort, wo sie in die Praxis eingreift, ebenfalls auftrennend und standardisierend wirkt. Damit steht die Forschung zum
Ökologischen Landbau vor der Aufgabe, die Erkenntnisse, die analytisch und standardisierend gewonnen wurden wieder in einen ganzheitlichen der Vielfältigkeit des Lebens entsprechenden Kontext zu integrieren. Am Willen, dies zu tun besteht kein Zweifel, aber es stellt sich die Frage, /wie/ es zu tun ist.

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Workshop 13:
Lokalisieren statt Globalisieren
Selbstversorgungs-Ökolandbau in Deutschland – eine vergessene Option/Vision?

Ausrichter und Moderation: Prof. Dr. Gerold Rahmann (BBA Trenthorst)

maximale Teilnehmerzahl: 15

Dauer: 2 h

Zielgruppe: Visionäre und Traditionalisten

Zusammenfassung:
Der Ökolandbau hat die Nische verlassen, wie auf der letzten Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau in Kassel thematisiert wurde. Dabei wurde in vielen Foren und Workshops über die Konventionalisierung, Intensivierung und Spezialisierung diskutiert – auch im Nachgang der Konferenz.

Eine Variante aus der Historie und der Vision des Ökolandbaus wurde bislang nicht ausreichend berücksichtigt – der Selbstversorger-Ökolandbau. Er ist in der Landbaubewegung der Weimarer Zeit aber auch der „John-Seymour“-Szene erkennbar. Auch die Perma-Kultur-Bewegung geht in dieselbe Richtung. Ist eine Selbstversorgung auf der Basis des Ökolandbaus überhaupt diskussionsfähig oder nur für einige Exoten interessant? Oder bietet sie auch Chancen, mit den Visionen, Konzepten und Richtlinien weiterzukommen (siehe IFOAM-Basisrichtlinien von 1980). Kann sie eine Option für arme Länder/Menschen sein, die nicht für den Weltmarkt produzieren aber sich trotzdem gesund und umweltfreundlich ernähren wollen?

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Workshop 14:
Humusbilanzierung im ökologischen Landbau

Ausrichter und Moderation: Prof. K.-J. Hülsbergen (Technische Universität München), Prof. G. Leithold (Justus-Liebig Universität Gießen)

maximale Teilnehmerzahl: 50

Dauer: 2 h

Ablauf:
Einleitung durch die Moderatoren
Kurze Impulsreferate zu ausgewählten Einzelthemen mit jeweils direkt anschließender Diskussion
Zusammenfassung, insbesondere mit Hinblick auf weiteren Forschungs- und Handlungsbedarf

Zusammenfassung:
Die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit ist eine zentrale Notwendigkeit im ökologischen Landbau. In diesem Zusammenhang kommt dem Humus und dem Humusmanagement herausragende Bedeutung zu. Als Prognose- und Bewertungsinstrument wurden hierzu Methoden zur Bilanzierung der Wirkungen von Anbausystemen und Maßnahmen auf den Humushaushalt landwirtschaftlicher Flächen entwickelt. Dabei besteht allerdings noch -z.T. erheblicher- methodischer Überarbeitungsbedarf, insbesondere für die Anwendung im ökologischen Landbau. Das gilt sowohl für die ausreichende Integration von Standort- und Bewirtschaftungsfaktoren in die Algorithmen, als auch für die Ableitung von Koeffizienten für die Bilanzmethoden. Des weiteren müssen Anknüpfungspunkte und Eigenheiten von Humusbilanzierungsmethoden und anderen, thematisch verknüpften Instrumenten (N-Bilanzierung, Modellierungsansätze) mit Blick auf Möglichkeiten und Grenzen einer kombinierten Anwendung diskutiert werden. Den konkreten Anlass für die Durchführung des Workshops bildet das aktuelle Forschungsprojekt "Entwicklung einer praxisanwendbaren Methode der Humusbilazierung im ökologischen Landbau" (BÖL 03OE084-1 u. 2) des Lehrstuhls für Ökologischen Landbau der TU München/Freising, der Professur für Organischen Landbau an der JLU Giessen und der Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit AnstellerInnen landwirtschaftlicher Dauerfeldversuche und Praxisbetrieben in Deutschland und Nachbarländern.

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Workshop 14:
Organic Agriculture in developing countries – can Organic Agriculture contribute to achieving the Millennium Development Goals (MDG)

Organisation and Moderation: Prof. Bernhard Freyer (Universität für Bodenkultur, Vienna, Austria), Dr. Christian Hülsebusch (DITSL GmbH, Witzenhausen, Germany)

Duration: 2 h

Target groups: researchers, PhD Students, and MSc students who are interested in organic farming in developing countries, especially those who already have some working experience

Background:
A major share of the developing countries is located in tropical or subtropical regions. Environmental conditions in the tropics and subtropics differ considerably from those in Europe and most parts of North America. Likewise, socio-cultural and economic conditions differ largely between “South” and “North”. It is therefore to be expected that problems arising in organic agricultural systems in developing countries differ considerably from those in Europe and North America.

Based on the observation that agricultural yields in temperate regions experience a drop when converting to organic production, it is often argued, that organic agriculture has little to no potential to contribute to global food security or to achieving the UN Millennium Development Goals (MDG). However, a major principle of organic agriculture is that of maintaining nutrient cycles and soil fertility, thus – so it can be hypothesised – stabilising yields in the long run. Associated with this is the endeavour to make use of allelopathic relations between different ecosystem components – thus increasing the systems’ resilience against shocks resulting from imbalances. It is also often maintained that organic agriculture contributes to maintaining biodiversity, but on the other hand an increase in “organic” might go at the expense of natural ecosystems, while conventional agriculture would need less surface – thus leaving more room for natural ecosystems. Is there really “more” or “better” biodiversity in natural ecosystems, and is it more worthwhile to be maintained? How much biodiversity does humankind need and for which purpose?

The workshop wishes to critically address these and other – resource-related – topics, which are often controversially discussed in search of “pros” and “cons” for organic agriculture. The history of organic farming and associated research in tropical regions is relatively young hence the available base of information is still narrow. The workshop also wants to further the debate on the contribution that scientific research can make to answer some of the above questions and resolve parts of the controversy.

Procedere:

The workshop gives a good opportunity for young scientists to discuss their work, their methodology and the special problems they are facing while working on Organic Agriculture

Registration: Please put your name on the list that will be available at the registration desk of the 9th German Scientific Conference.

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